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 Nala - Nachtkönigin|| Erzählt von Rose, ihrer kleinen Schwester

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BeitragThema: Nala - Nachtkönigin|| Erzählt von Rose, ihrer kleinen Schwester   Di Nov 06, 2012 5:22 am


NALA





Name: >Meine Schwester hat einen schönen, kurzen Namen, der ihr von ihrer Mutter gegeben wurde. Nala. Das bedeutet Löwin, aber auch die Schöne, Geschenk und die Königin. Kein schlechter Name, eh? Einen Spitznamen oder jegliche Art der Verniedlichung hat Nala aber schon immer vehement abgelehnt, Ausnahmen gibt es wenige. Aber da wir beide aus einer Birma- Zucht stammen, hat sie natürlich noch einen Zuchtnamen, einen vollen Namen. Er lautet Nala Lou fuego de perla. Übersetzt bedeutet das so viel wie "Nala Lou vom Feuer des Diamanten." Fuego de perla ist dabei das typische Anhängsel einer Zuchtkatze, Lou der Name ihrer Mutter, den sie als Erstgeborene ihres Wurfes bekam.

Titel: >Wie oben gesagt, Nala akzeptiert wenig Spitznamen. Manche kennen noch nicht einmal ihren richtigen Namen, aber jeder kennt ihren Titel: Nachtkönigin. Es hat eine Weile gebraucht, ehe ich begriff... Nala kann schleichen. Sie kann so leise schleichen und sich so lautlos bewegen und verstecken, dass es unglaublich schwer wird, sie zu finden. In der Nacht scheint sie mit den stummen Schatten zu verschmelzen... Daher der Name. Manchmal, wenn es mir gut ging, nahm Nala mich mit hinaus, und dort trafen wir Katzen, die sie alle so nannten. Königin. Nachtkönigin. Aber Nala nur selten. Wie ich später erfuhr, bestimmte ein alter Kater, der als eine Art Mentor für sie fungierte und ihr beibrachte, auf den Straßen zu überleben, diesen Namen für sie - und er hätte keinen passenderen für sie finden können, so viel ist klar. Manche kennen sie auch unter beiden Namen, aber die wenigsten ausschließlich unter ihrem Geburtsnamen.

Alter: >Nala müsste inzwischen zwischen Zweieinhalb und drei Jahren alt sein, aber keinesfalls älter. Auf jeden Fall so alt, dass sie kein Junges mehr ist und Erfahrungen sammeln konnte.

Geschlecht: >Na, Kätzin natürlich. Und das hat sie schon das eine oder andere Mal ausgenutzt, als sie dachte, ich bin zu krank, um von ihren Treffen mitzubekommen.

Rasse: >Nala ist, wie der Rest unserer Familie, eine reinrassige Heilige Birma- Katze. Der Stammbaum geht Jahre zurück, ohne das eine Mischung entstand. Aber kann man darauf stolz sein? Sie ist es nicht, und ich auch nicht.

Läufigkeit: >||

Krankheiten: >Nala ist kerngesund, soweit ich weiß. Keine körperlichen Erkrankungen, zu ihrem Glück. Ich will nicht, dass sie endet wie ich... Dafür habe ich sie zu gern. Aber um ihre Psyche mache ich mir manchmal Sorgen, wenn sie ihre kritischen Minuten hat. Aber ich glaube nicht, dass philosophieren eine Krankheit ist, oder? Nein, sie ist stark und gesund.




>Ich werde einfach mit Nalas Auftreten anfangen, da man das ja als erstes registriert. Zuerst, Nala ist stolz. Niemals sitzt sie zusammengehockt, immer zu ihrer wahren Größe aufgerichtet, das Kinn stolz erhoben, ein herausforderndes Funkeln in den Augen. So kannte ich sie schon immer, Angst, Trauer und Selbstzweifel scheinen nicht zu ihr zu passen. Dabei ist sie nicht riesig und furchteinflößend, aber dennoch scheint sie eine Aura von Autorität zu umgeben, kühler Distanz. Mir gegenüber ist sie anders, aber wahrscheinlich bin ich eine Ausnahme.
Nun gut. Nalas Körper ist kräftig und leicht gestreckt. Ihre Beine sind mittellang und ebenfalls kraftvoll, wie es für unsere Rasse üblich ist. An den Enden sitzen runde, kleine Pfoten, welche mit langen, scharfen Krallen ausgestattet sind. Ihr Brustkorb ist zwar gut gebaut, aber nicht übermäßig breit, das Gleiche gilt für ihre Schultern, welche sich gut in das kompakte Gesamtbild meiner Schwester einfügen. Dafür hat sie einen recht kräftigen Nacken und einen durchgedrückten Rücken, der noch nicht ins Hohlkreuz geht. Ihr Schweif ist lang, fedrig und buschig, wie es sich für eine gute Rassekatze gehört - laut den Menschen, aber meine Meinung zu diesen kennt ihr ja bereits. Hm. Nun zu dem wichtigsten, ihrem Gesicht! Nala besitzt runde, ausgeprägte Wangen, einer leicht gewölbte Stirn und ein markantes Kinn. Ihre Ohren sind klein, etwas höher als breit und an den Spitzen abgerundet, ihr Hörvermögen jedoch leidet nicht darunter. Wie alle ihre Vorfahren - und meine - hat Nala eine so genannte römische Nase, die eine kleine Wölbung unterhalb der Augenlinie hat. Ihre Augen. Ihre Augen! Fast vergessen, wobei das ein kleines Wunder ist. Denn Nalas Augen sind in gewisser Weise das, was sie ausmacht. Tiefblau. Meerblau. Dunkelblau. Viele Beschreibungen, ein Ausdruck: Undurchschaubar. Stundenlang könnte ich mir von ihr Lügen erzählen lassen, ihre Augen würden nichts verraten. Dabei ist das Linke von einer etwas helleren Blaunuance, eher mit gletscherblau zu beschreiben. Weit auseinanderstehend, rund und groß, passen sie gut in das Gesicht... Meine Schwester hat ein Gesicht, in das ich gerne schaue. Ich weiß, dass sie anderen gegenüber oftmals ganz anders ist, aber zu mir ist sie immer sanft, und ich sehe mit Freude die Freundlichkeit, die sich so gut in ihren Zügen macht.
Okay, jetzt zu Nalas Fell. Ihr Fell ist sehr seidig, halblang und besitzt kaum störende Unterwolle. Es steht nicht wirklich ab, liegt aber auch nicht komplett an. Zerzaust wäre aber der falsche Asdruck, eher... Ach, einfach so eine Mischung, die viele unserer Gattung aufweisen. Die Grundfarbe ist ein mildes Elfenbeinfarben mit einem leichten Goldschimmer auf dem Rücken, während das Bauchfell fast weiß ist. Das Gleiche gilt für die ausgeprägte Halskrause, wo die Haare etwas länger als gewohnt sind - genau so am Rücken und an den Flanken. Zum Gesicht hingegen wird ihr Pelz kürzer, sodass man ihre Mimik deutlich und klar lesen kann; nur die Wangen sind wieder mit langem Fell ausgestattet. Da Nala noch recht jung ist, ist ihr Fell auch noch sehr hell - ja, ältere Birmas haben dunkleres Fell! Genauso hell wie meins.
Natürlich hat meine Schwester die typischen Points in mittelbrauner Farbe, die auch ihre Nase und die Lippenumrandung besitzt. Vorder- und Hinterbeine, Schwanz, Ohren und zuletzt das Gesicht. Die typische Maske da zieht sich bei Nala von Kinn bis knapp über die Ohren, sie hat also eine Haubenmaske - ein absolutes Tabu für Birma- züchter und ein Grund, wieso sie abgegeben wurde - aber auch das später, jetzt erst einmal weiter. Die weißen Zehen werden schon nach wenigen Zentimetern von der braunen Pointfarbe verschlungen, sind also klar abgegrenzt. An den Hinterläufen zieht sich die weiße Farbe ein wenig das Bein hoch, Nala hat also so genannte Sporen.
Noch letzte Details, angefangen mit Nalas Ballenfarbe. Diese ist vorne teils durch das weiß der Handschuhe geprägt, teils auch von dunkler Farbe, während diese hinten ausschließlich zu sehen ist. Weiter ist besitzt sie lange, weißliche Schnurrhaaren und spitze, lange Eckzähne.
Wie man also sieht, entspricht Nala im Allgemeinen dem Rassestandard und hätte eine gute Zuchtkatze abgegeben; aber daraus wurde nichts. Denn Nala ist klein, genau wie ich. Klein und zu dünn, was ein strenger Disqualifikationsgrund ist - versteh' einer diese Zweibeiner! Ich finde, Nala kann so viel wiegen, wie sie will.

Größe: >Nala ist klein, was auch der Grund ist, wieso sie mit mir zu einer anderen Dame kam. Gerade einmal 26 Zentimeter misst sie.
Gewicht: >Zu klein, zu dünn. Minderwertig. Diese Menschen haben keine Ahnung! Aber wirklich, Nala könnte ruhig zunehmen. Gerade einmal 2,5 Kilo bringt sie auf die Waage, auf die unsere Besitzerin sie allzu gerne stellt. Einer der Grunde, wieso sie aussortiert wurde. Grausam und ungerecht, was macht Gewicht schon aus?
Besonderheiten: >Außer ihren langen Krallen und der unleugbaren Eleganz? Eher nicht.

***

>Ich nehme mir an dieser Stelle heraus, zu behaupten, ich würde meine Schwester am besten kennen. Jedenfalls habe ich das Gefühl, denn es ist erstaunlich, wie genau ich sie bei näherem Überlegen beschreiben kann. Ihr Charakter ist so vielseitig wie ein Regenbogen, aber ihre wahre Identität offen zu legen, schwer. Das Wichtigste ist, zu verstehen, dass Nalas Verhalten sich je nach Person ändert, und das sie selten ihre wahren Gefühle zeigt. Aber die Grundbausteine von Nalas Charakter legen wohl Misstrauen und Stolz. Klingt negativ, aber lernt ihr sie so kennen, wie ich es getan habe, werdet ihr das Gegenteil merken. Was Nala vor allem anderen hat, ist Angst. Angst, ihr Herz an jemanden zu hängen, der ihr am Ende mehr bedeutet, als ihr lieb ist. Denn sie liebt die Ungebundenheit und ihr freies Herz. Darum sehe ich manchmal einen Hauch von Bitterkeit in ihren klaren Augen, wenn sie mich ansieht. Ich denke, sie verflucht das Schicksal für mich. Aber das ist okay, da ich im Gegenzug weiß, dass sie mich liebt. Fremden gegenüber verhält sich Nala vorsichtig, behutsam. Sie geht mit ihnen um wie mit einem rohen Ei, das jeden Moment zu Boden fallen könnte, wenn man zu hektische Bewegungen macht. Quasi eine Barriere errichtet sie dann um sich selber, bewahrt ein Verhältnis kühler, aber nicht unfreundlicher Distanz. Außerdem hat sie sich angeeignet, ihren Gegenüber genauestens zu mustern und jedes seiner Worte kritisch zu hinterfragen. Ja, meine Schwester hat ein gut ausgeprägtes, kritisches Bewusstsein allem gegenüber. Man sollte nicht versuchen, mit ihr über etwas zu diskutieren, wenn sie weiß, dass sie Recht hat; das endet schnell in Gereiztheit ihrerseits und außerdem Unverständnis für die Sturheit ihres Gesprächspartners. Ihre Meinung bildet sie sich nicht im ersten Moment, aber dafür gibt es wenig Chancen, wenn man es sich einmal bei ihr verscherzt hat - sie vergisst nicht schnell und ist keinesfalls eine angenehme Feindin. Darüber hinaus ist Nala hoch intelligent, das habe ich schon öfters gemerkt. Es ist sehr, sehr schwer, sie hereinzulegen oder sie zu überlisten. Sie stellt sich selber oft seltsame Fragen und ist eine wunderbare Partnerin, wenn es um tiefgründige Diskussionen geht. Ich denke, es macht sie fertig, die Antwort auf eine Frage nicht zu wissen. Oder wenn sie merkt, dass jemand oberflächlich ist. Dann erlebe ich sie des Öfteren wütend und aufgebracht, da ihre eigene Lebensweise grundsätzlich davon abweicht. Ihr Denken ist quasi das Gegenteil von rational und gradlinig - aber vielleicht ist es diese Mischung, die ihren Verstand geschärft hat, ihre Einstellung gegenüber allem kritisch. Denn sie nimmt nichts so hin, wie es ist. Niemals. Und Nala hat ihre Prinzipien, die es gilt, heraus zu finden. Wäre ja zu schön, wenn sie diese jedem verraten würde! Und wer ihren Stolz ankratzt, der bezahlt dafür mit eisigen, schneidenden Worten und Abwertung. Aber wer ihren Respekt gewonnen hat - keine leichte Aufgabe, gewiss - der wird ihre sanftere Seite kennenlernen. Na gut, sanft ist vielleicht der falsche Ausdruck. Aber ihre Zunge lockert sich ein wenig, sie ist bereit, offen und ohne Spott zu reden, und nimmt den Gegenüber für voll.
Oh, noch etwas. Nala ist eine gute Lügnerin. Nein, gut ist untertrieben. Sie ist eine meisterhafte Lügnerin, die mit Geist, Körper und Identität lügt. Nichts - und wenn ich sage "Nichts", dann meine ich das auch - kann sie aus der Ruhe bringen beim Lügen, rein gar nicht. Keine Spur von der sanften Ehrlichkeit, die uns Birmas immer zugesprochen wird. Aber Nala lügt nur für fremde Zwecke, oder wenn es um Notlügen geht. Sie weiß exakt, wo die Geschichte auszuschmücken ist, und wo man nur flüchtige Andeutungen machen darf, um das ganze glaubwürdig erscheinen zu lassen. Natürlich gehört auch die gelasse Haltung dazu... Ach, ich weiß gar nicht mehr alles. Irgendwann hat sie mir das erklärt, aber das ist ein zu unsicherers Terrain für mich, also weiter. Nala braucht Ruhe, viel Ruhe. Mit Hektik und Reizüberflutung kann sie nur schlecht umgehen, wird unsicher und versucht, wieder Herr der Lage zu werden, sich von dem Geschehen um wie herum zu distanzieren. Das habe ich schon sehr oft bemerkt und es scheint ihr wichtig zu sein. Chaos. Nala hasst das Chaos, die Unübersichtlichkeit. Wenn alle durcheinander laufen und schreien, faucht sie nur mit, um die anderen Stimmen auszublenden. Komisch, aber wahr.
Aber hey, wieder zurück zu den positiven Sachen. Nala ist sehr robust in allem anderen, außer eben in der oben beschriebenen Situation. Kein bischen zickig oder so, und weinen tut sie auch selten. Dafür finde ich es manchmal traurig, dass sie so wenig lächelt.. Ich weiß nicht, sie scheint eine ernste Lebenseinstellung zu haben. Wenn ich ihr sage, sie solle lachen, erwidert sie: "Und wieso?" Keine Ahnung, was ich davon halten soll. Aber sie ist und bleibt meine Schwester, und ich habe sie sehr lieb.

Vorlieben und Abneigungen
[+] Regen
[+] Nacht und Dunkelheit
[+] Alleinsein
[+] Die Welt von oben sehen
[+] Ihre Schwester
[+] Tiefgründige Gespräche
[+] Freiheit
[+] Wind im Fell
[+] Den Geruch von Pflanzen
[+] Herbst und Winter
[-] Hitze
[-] Feuer
[-] Menschen
[-] Staubsauger etc.
[-] eingesperrt sein
[-] Den Geruch von Abfall
[-] Ratten
[-] Dreck und Staub
[-] Tollpatschige Vierpföter
[-] Krach

Stärken und Schwächen
[+] Anschleichen
[+] Sehr gute Spurenleserin
[+] Geschwindigkeit
[+] Kämpfen mit Präzision
[+] Nahrung auf der Straße finden
[-] Körperkraft
[-] Ausdauer
[-] Sprungkraft
[-] Zurückhaltung
[-] Wasserangst

Ängste:
[-] ihre Schwester zu verlieren
[-] Für immer eingesperrt zu sein
[-] tödlich zu erkranken und nichts dagegen tun zu können
[-] leichte Platzangst
[-] erpresst zu werden



Familie:
 

...Und an dieser Stelle entläuft uns die kleine Rose, denn sie weiß es nicht. Weiß nicht, wie Nalas Vergangenheit abgelaufen ist, denn ihre Schwester redet nicht darüber. Nur manchmal, wenn sie abends am Fenster sitzt und auf die Straßen schaut, sieht Rose einen abwesenden Blick in Nalas Augen, als wäre sie in einer anderen Zeit.
Dabei fing ihr Leben wie das jeder anderen Katze auch an, nun ja, fast. Geboren wurde sie in einer kühlen Nacht, in der die meisten Menschen vor ihren Kaminen und Heizungen sitzen und Bücher lesen, während sie dem prasselnden Regen lauschten. Ihre Besitzer nicht. Sie waren auf Lou fixiert, welche soeben vier gesunde Junge zru Welt gebracht hatte. Nala wurde also als Tochter von zwei Birma- Zuchtkatzen geboren und wuchs bei der Züchterin auf, bis sie sechs Monate alt war. Ihre drei Brüder waren schon immer stärker als sie, aber dennoch verstanden sich die vier prächtig, und ihre Kindheit verlief weitesgehend unbeschwert. Sie hatten genug Platz, Artgenossen und genossen eine gute Erziehung ihrer Mutter. Die Gedanken kreisten um das Übliche, Essen, Schlafen, Spielen. Doch irgendwann wurden ihre Brüder vermittelt, an andere Familien, die interessiert an ihnen waren. Nur Iniu blieb bei ihrer Züchterin, der stärkste und vielversprechendste von allen. Nala hingegen wurde nie vermittelt, nie abgeholt - und am Anfang wusste sie nicht, wieso. Täglich auf die Waage gestellt wurde sie, und immer wieder wurden ihr missbilligende Blicke zugeworfen. Sie fristete ihr Leben von ihren Geschwistern getrennt, allein. Fühlte sich schlechter als alle anderen. Bis Rose geboren wurde, ungefähr ein Jahr nach ihrer eigenen Geburt. Und in ihr schien sich gleichzeitig auch Nalas Vergangenheit zu spiegeln, denn auch Rose war klein und schwächlich - doch nicht nur das. Bald schon wurde die Katze auf den andauernden Husten der Kleinen aufmerksam, und schließlich kam das vernichtende Urteil: chronische Lungenentzündung. Die einzige Sorge der Menschen hingegen war, wie man diese beiden Problemfälle nun vermitteln konnte. Und schließlich nahm eine alte, stinkreiche Dame die beiden mit in ihr Haus, wahrscheinlich gegen einen Spottpreis. Inzwischen hatte Nala eine Art Beschützerinstinkt für ihre kleine Schwester entwickelt, wollte ihr Halt geben - etwas, dass sie selber nie hatte. Doch wie will man ein Junges beschützen, dessen Todesurteil noch am Tag seiner Geburt geschrieben wurde? Aber sie versuchte es, und von Tag zu Tag schmerzte ihr Herz mehr, wenn sie daran dachte, dass die Welt eine so lebensfrohe und intelligente Samtpfote verlieren würde.
Gedankenverloren begann Nala, das Haus öfter zu verlassen. Die Katzenklappe stand Tag und Nacht offen, und ihr wurde fälschlicherweise vertraut. Ihre Streifzüge wurden länger, ausgedehnter. Und irgendwann traf sie auf Katzen. Nach anfänglichem Hohn aufgrund ihrer Menschengebundenheit schaffte es Nala doch, sich einen geiwssen Respekt zu erkämpfen - und erntete später den Namen Nachtkönigin. Von Anfang an stand ihr ein stattlicher, alter brauner Kater zur Seite, der ihr viel beibrachte. Wen man zu fürchten hatte, wie man an Essen kam, wo Gefahren lagen. Dinge, die Nalas Mutter noch nicht einmal ansatzweise erlebt hatte, stürmten nun auf sie ein. Aber sie war eine verbissene, eine gute Schülerin. Heute ist ihr alter Meister tot, gestorben in einem Straßenkampf. Nala wird ihn nie vergessen, und auch ihr Name wird die beigefarbene Kätzin immer an ihn erinnern. Doch inzwischen galt es, sich mit ihrer neuen Besitzerin, die den fragwürdigen Namen Mrs. Caroline trug, anzufreunden - oder sich zumindestens an die neuen Lebensbedingungen anzupassen. Das Haus war groß, der Umgangston lasch. Bis auf Rose und ihr lebt nur noch ein recht alter, schwarzer Mischlingsrüde bei ihnen, der den Kätzinnen am Anfang einen ziemlichen Schrecken eingejagt hat, sich nun aber als recht harmlos und gelangweilt herausstellte. Neben Mrs. Caroline bewohnt ihr Mann das Haus, ebenso kommen oftmals die - laut Nala grausamen - Enkel zu Besuch. Und dann wird es Zeit für einen neuen Ausflug auf die Straßen, eine neue Nacht, eine neue Erinnerung.




Zuletzt von Nala am Do Nov 08, 2012 2:50 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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 Geschichtenerzähler

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BeitragThema: Re: Nala - Nachtkönigin|| Erzählt von Rose, ihrer kleinen Schwester   Do Nov 08, 2012 2:05 am

bis jetzt gefällt er mir schon sehr gzt Smile

Ich freu mich schon auf die Vorsetzung
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 Gast

Gast
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BeitragThema: Re: Nala - Nachtkönigin|| Erzählt von Rose, ihrer kleinen Schwester   Do Nov 08, 2012 2:49 am

So, bin endlich fertig geworden.^-^
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 Geschichtenerzähler

Spielleiter
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BeitragThema: Re: Nala - Nachtkönigin|| Erzählt von Rose, ihrer kleinen Schwester   Do Nov 08, 2012 3:34 am

der CB gefällt mir sehr Smile

du hast alles schön detaliert geschrieben und er ist auch interessant,
Mein W.O.B. hast du auf jeden Fall.
Ich freu mich schon aufs Play mit dir Smile
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 Teek

Gefangener Rächer
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BeitragThema: Re: Nala - Nachtkönigin|| Erzählt von Rose, ihrer kleinen Schwester   Do Nov 08, 2012 3:36 am

Meins auch Very Happy
Also, ich finde es super, wie ausführlich und völlig rechtschreibfehlerfrei du den Stecki gemacht hast....großes Lob! Ich freu mich auf schon aufs Play mit dir!
@Nightmare: Dann wäre sie jetzt endgültig angenommen, oder? Mit zwei WOBs?

____________________

____________________
ALONE WITH MY HATE

FIGHTING FOR EVERY IMPORTANT THING OF MY LIFE
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 Geschichtenerzähler

Spielleiter
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BeitragThema: Re: Nala - Nachtkönigin|| Erzählt von Rose, ihrer kleinen Schwester   Do Nov 08, 2012 3:40 am

jap Smile

ich verschieb dich dann sofort, ok?
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 Gast

Gast
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BeitragThema: Re: Nala - Nachtkönigin|| Erzählt von Rose, ihrer kleinen Schwester   Do Nov 08, 2012 4:38 am

Freut mich, dass die Kritik so positiv ausfällt :3
Gerne, ich freu mich aufy Play c:
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BeitragThema: Re: Nala - Nachtkönigin|| Erzählt von Rose, ihrer kleinen Schwester   

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